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Körperliche Fitness ist nicht nur ein Trendthema, sondern ein wichtiger Bestandteil für ein gesundes und ausgeglichenes Leben. Wer sich regelmäßig fit hält und seine Muskeln trainiert, ist langfristig gesünder, zufriedener und belastbarer. Die meisten Personen, die nicht zum Sport gehen, geben als Hauptgrund an, dafür keine Zeit zu haben. Zwischen Arbeit, Haushalt und Familie bleibt oft keine Zeit mehr für die eigene Fitness. Seit ein paar Jahren gibt es einen Trend, der genau an diesem Problem ansetzt: das EMS Training. Es verspricht, mit einem minimalen Zeitaufwand einen sehr guten Muskelaufbau. Wobei genau es sich beim EMS Training handelt, für welche Personengruppe es geeignet ist und was ein gutes EMS Studio auszeichnet, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Was wird unter EMS Training verstanden?

Die Abkürzung EMS steht für Elektro Muskel Stimulation und gilt als wahre Innovation im Bereich der modernen Fitness. Beim EMS Training werden elektrische Impulse durch Ihren Körper geschickt, mit dem Ziel, Muskelkontraktionen zu lösen. Bei Muskelkontraktionen ziehen sich die Muskeln aktiv zusammen oder spannen sich an, ohne dass dies von Ihnen gewünscht ist. Für das Training ziehen Sie eine Funktionsweste über, die mit Elektroden ausgestattet ist. Durch diese Weste werden die elektrischen Signale direkt an die Hauptmuskelgruppen weitergeleitet. Während dieser Zeit steht ein Trainer neben Ihnen und steuert die Impulse, um Verletzungen und Fehler vorzubeugen. Mit EMS können Sie Ihren Muskelaufbau und somit Ihre Kraft, sowie Ihre Ausdauer und Leistungsfähigkeit steigern. Gleichzeitig kann die Methode zur Regeneration Ihrer Muskeln eingesetzt werden. Dadurch, dass alle großen Muskelgruppen zeitgleich trainiert werden, können einseitige Belastungen ausgeglichen werden. Ihr Trainer kann mit Ihnen als Teil des Trainings Alltagsübungen einbauen, um Ihre Motorik und Koordination zu verbessern. Ziel der EMS Methode ist es also, Muskelkontraktionen auszugleichen, Kraft aufzubauen, die Ausdauer zu verbessern und an der Motorik zu arbeiten. Eine Trainingseinheit dauert 20 Minuten an. Diese kurze Zeitspanne ist deshalb möglich, weil alle großen Muskelgruppen, im Gegensatz zum Training im Fitnessstudio, gleichzeitig angesprochen werden. Die EMS Methode können Sie jedoch nicht zu Hause ausüben, sondern müssen dafür ein EMS Studio besuchen, wo Sie unter fachlicher Anleitung trainieren.

Für welche Personengruppe eignet sich diese Trainingsmethode?

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Unter optimalen Trainingsbedingungen ist EMS für jeden Menschen ohne körperliche Einschränkungen geeignet. Wichtig ist, dass das Training von einem Arzt oder gut ausgebildeten Trainer begleitet und überwacht wird. Wer einen Herzschrittmacher trägt, unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, ein erhöhtes Thromboserisiko hat, sich in der Schwangerschaft oder der Stillzeit befindet, sollte auf EMS Training verzichten. Jeder, der auf diese Weise seinen Körper trainieren möchte, sollte zuvor zu einem Check-Up bei seinem Arzt gehen, um bisher unerkannte Erkrankungen oder Risiken auszuschließen. Sollte das Training in Ihrem ausgewählten Studio nicht von einem Arzt oder Physiotherapeuten, sondern stattdessen von einem Fitnesstrainer begleitet werden, empfiehlt es sich, zuvor Informationen darüber einzuholen, wie gut der Trainer geschult wurde und ob er eventuelle Risiken realistisch einschätzen kann.
Vor allem, wenn Sie Leistungssport betreiben oder damit beginnen wollen, lohnt sich EMS als zusätzliche Trainingsmethode, weil es Ihre Leistungen deutlich verbessert. Jedoch können Sie auch als Privatperson von der elektrischen Methode profitieren. Sie sollten nur eine Einheit von jeweils 20 Minuten pro Woche absolvieren, um Ihrem Körper keinen Schaden zuzufügen. Zudem erzielen Sie die besten Ergebnisse, wenn Sie EMS mit Ausdauersport und Muskelaufbau kombinieren. Am besten gehen Sie zusätzlich zum EMS ein bis zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio und kombinieren dort Ausdauersport und Muskelaufbau. Wenn es Ihnen hauptsächlich darum geht, Muskelkontraktionen zu beheben, einseitigen Belastungen entgegen zu wirken und Sie sehr wenig Zeit für den Sport haben, reicht die EMS Einheit ebenfalls aus. Besonders Personen, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden, kann EMS langfristig helfen.

Vorteile gegenüber anderen Trainingsmethoden

Der größte Vorteil beim EMS ist der zeitsparende Faktor. Bei keiner anderen Sportart bzw. Trainingsmethode können Sie bei einem so geringen Zeitaufwand von lediglich 20 Minuten die Woche nachweisliche Ergebnisse erzielen. Durch EMS können Sie gezielt alle Muskelgruppen oder einzelne Muskeln trainieren, sodass Sie den von Ihnen gewünschten Effekt erzielen können. Weil nicht nur die Muskeln trainiert werden, sondern sich auch Organismus umstellt, verbrennen Sie schneller Kalorien und können Ihren optimalen Körperfettanteil erreichen. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Training im Fitnessstudio ist, dass EMS nicht ausschließlich für sportliche Zwecke eingesetzt wird, sondern auch zur Verbesserung der Koordination und Motorik. Zudem werden gesundheitliche Probleme, die z.B. durch einseitige Belastungen entstehen, behoben. Besonders, wenn Sie beruflich viel sitzen müssen, können Sie unter Rückenschmerzen leiden oder Probleme mit Ihren Gelenken bekommen. Da der elektrische Impuls exakt auf Muskeln rund um Ihre Wirbelsäule und die Gelenke geschickt wird, kann EMS zur deutlichen Verbesserung beitragen. Kurz gesagt: EMS trägt nicht nur zum Muskelaufbau und einer Steigerung Ihrer Ausdauer bei, sondern kann ebenfalls bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen behilflich sein.

Risiken beim EMS Training

Wie oben beschrieben, basiert diese Trainingsmethode auf der Verwendung von elektronischen Impulsen. Anders gesagt: leichte Stromstöße werden durch Ihren Körper geschickt. Da Strom immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, zeigen wir Ihnen mögliche Gefahren auf, die Sie mit den Vorteilen des Trainings abgleichen und eventuell mit Ihrem Arzt besprechen sollten, bevor Sie sich für oder gegen die Methode entscheiden. Bedenken Sie bitte, dass diese Informationen kein ärztliches Gespräch ersetzen und die hier genannten Risiken nicht unbedingt auf Sie persönlich zutreffen müssen.

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Laut Neurophysiologen kann EMS zu Schäden an Nieren und Muskeln führen, weshalb die maximale Trainingseinheit von 20 Minuten pro Woche nur unter Absprache mit einem Facharzt überschritten werden sollte. Bei der Ganzkörper-Elektromyostimulation kann es zu einer Überlastung der Niere und der Muskeln kommen, was wiederum zu Schwindel und Übelkeit führen kann. Außerdem können Ihre Creatin-Kinase-Werte deutlich ansteigen, was wiederum die Niere zusätzlich belastet. Creatin-Kinase ist ein Enzym, das zur Energieversorgung der Muskeln beiträgt. Jedoch halten sich die Risiken und Gefahren beim EMS in Grenzen, solange Sie maximal einmal die Woche auf diese Weise trainieren und von einem Physiologen, einem Arzt oder einem sehr gut ausgebildeten Trainer begleitet werden. Dabei sollte der Trainer eine fachliche Schulung nachweisen können. Eine allgemeine Ausbildung zum Fitnesskaufmann oder ein abgeschlossenes sportwissenschaftliches Studium sind nicht ausreichend.

Wo Sie in Ihrer Nähe ein gutes EMS Studio finden und was ein gutes Studio auszeichnet

Mittlerweile ist das EMS Training in ganz Deutschland sehr beliebt und in jeder mittelgroßen bis großen Stadt gibt es mindestens ein EMS Studio. Sollten Sie in Ihrer Nähe mehrere Studios zur Verfügung haben, lohnt sich ein Vergleich der Anbieter. Zwar ist dies ein wenig zeitaufwendig, jedoch wird Ihre Gesundheit es Ihnen danken. In einem guten Studio können Sie zuvor ein kostenloses Beratungsgespräch fordern. In diesem sollte der Arzt oder Trainer auf Ihren gesundheitlichen Hintergrund eingehen und herausfinden, ob es Gründe gibt, die gegen ein Training sprechen. Wenn der Trainer Ihnen sofort eine Einheit aufschwatzten möchte, ohne auf Ihren Hintergrund einzugehen, sollten Sie vorsichtig sein. Zudem sollte vor dem Training eine Körperanalyse durchgeführt werden, um feststellen zu können, ob Ihr Körper tatsächlich für das Training geeignet ist. Nur, weil Ihr Arzt beim letzten Check-Up, der häufig mehrere Monate bis Jahre zurückliegt, keine Auffälligkeiten entdeckt hat, heißt es nicht, dass Sie auf jeden Fall für das Training geeignet sind. In einem guten Studio sind die Trainer bereit, Ihnen ihre jeweilige Qualifikation zu zeigen, damit Sie sich von der Kompetenz überzeugen können. Ebenfalls wichtig ist, dass ein auf Ihre Bedürfnisse und Ziele individueller Trainingsplan erstellt wird und im Idealfall können Sie ein kostenloses Probetraining absolvieren.

Fazit

EMS ist eine Innovation auf dem Fitnessmarkt, der mit wenig Zeitaufwand zu Verbesserungen von körperlichen Beschwerden, Ihrer Ausdauer und Ihrer Muskelkraft beiträgt. Besonders im gesundheitlichen Aspekt kann mehr erreicht werden, als bei einem klassischen Workout im Fitnessstudio. Wer die bestmöglichen Ergebnisse erzielen möchte, sollte zusätzlich Ausdauersport und Muskelaufbau betreiben. Dennoch bringt die EMS Methode gewisse Risiken und Gefahren mit sich. Um diese zu minimieren, sollte niemals mehr als 20 Minuten in der Woche trainiert werden. Zudem sollten Sie vor Trainingsbeginn mit Ihrem Arzt sprechen und verschiedene Studios miteinander vergleichen. Das Training mit Strom kann bei falschem Gebrauch den Muskeln und Nieren schaden, weshalb Sie auf keinen Fall ein EMS Set für zu Hause kaufen sollten, egal wie günstig es ist. Trainieren Sie immer unter Anleitung eines Experten, um die Risiken zu minimieren. Dann spricht in der Regel, wenn Sie unter keinerlei Vorerkrankungen leiden, nichts gegen EMS.