Loading

Anzeige

Tiefgefrorene Speisen und Zutaten füllen heutzutage so manche Truhen und Kühlfächer in privaten Haushalten. Das Einfrieren von Lebensmitteln ist eine sehr beliebte Methode, um sich platzsparend einen Vorrat an haltbarer Nahrung anzulegen. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, wie diese Waren ihren Weg in den Supermarkt finden und wie viele der ursprünglich vorhandenen Nährstoffe während des Gefrierprozesses verloren gehen? Dann werden Sie in diesem Artikel Antwort erhalten.

Was versteht man unter TK Lebensmitteln?

Bei tiefgekühlten Lebensmitteln, auch als Tiefkühlkost bekannt, handelt es sich um Lebensmittel aus industrieller Herstellung, die zum Zwecke der Konservierung tiefgefroren wurden. Sowohl einzelne Zutaten als auch fertige Gerichte werden mit Hilfe dieses Verfahrens haltbar gemacht. Das deutsche Lebensmittelrecht sieht vor, dass solche Lebensmittel einem geeigneten Gefrierprozess unterzogen werden, bei dem sich so wenig Eiskristalle wie möglich bilden, und bei dem die Temperatur der entstehenden Tiefkühlware im Kern stets unter -18 °C betragen muss.

Historischer Rückblick

Im Jahre 1860 nahm mit der Entwicklung der ersten Absorber-Kältemaschine, mit deren Hilfe beispielsweise Fleisch auf Handelsschiffen transportiert werden konnte, die Kälteindustrie ihren Anfang. Richtig Fahrt nahm diese jedoch erst auf, als der dänische Fischimporteur A. J. A. Ottensen im Jahr 1911 eine Methode entwickelte, mit der er Fische innerhalb kurzer Zeit auf eine Kerntemperatur von -20°C einfrieren konnte.

Ab 1930 begann man in Amerika damit, Tiefkühlware zu verkaufen. Dabei handelte es sich vor allem um Obst, Gemüse und Fisch. Schnell einigte man sich auf eine Temperatur von -18°C, bei der Lebensmittel ausreichend konserviert würden und zugleich die Energiekosten für die Kühlung im Rahmen bleiben sollten. Schnell folgten die ersten Fertiggerichte, und ab 1957 fand man in Deutschland erstmals Tiefkühlkost in Form von Spinat und Fischstäbchen.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an TK Lebensmitteln, darunter landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Obst und Gemüse, aber auch Backwaren, Kochzutaten, Fleisch und Fisch, Fertiggerichte aller Art und natürlich auch Speiseeis.

Wie wird Tiefkühlkost heute hergestellt?

Heutzutage stehen mehrere Verfahren zum Einfrieren von Lebensmitteln zur Verfügung, im privaten Haushalt geschieht dies üblicherweise einfach, indem man die Lebensmittel in geeignete Behältnisse gibt, um sie vor Frost zu schützen, und in der Tiefkühltruhe lagert. Die Industrie greift meist auf die sogenannte Sprühkühlung zurück, da sie kostengünstig, schnell und effizient ist. Hierbei werden auf einem Fließband liegende Lebensmittel mit speziellen Flüssigkeiten oder Gasgemischen besprüht, die unbedenklich für Nahrungsmittel sind.

Bei dieser Methode wird der Kost so schonend wie möglich und gleichzeitig schnell Wärme entzogen. Die Rückstände der verwendeten Kühlmittel verflüchtigen sich, indem die eingefrorenen Waren wieder leicht erwärmt werden. Eine weitere Industrielle Methode ist die Lagerung in sogenannten Tiefkühlhäusern, die meist über abgetrennte Bereiche zum schnellen Einfrieren verfügen.

Um Unfälle zu vermeiden, gibt es entsprechende Arbeitsschutzbestimmungen, die die Sicherheit der Arbeiter in Kühlhäusern und Räumen mit Kühltechnik gewährleisten sollen. Neben dem Tragen geeigneter Schutzkleidung sind in Deutschland auch spezielle Schließmechanismen an allen Türen der Kühleinrichtungen vorgeschrieben, die jederzeit einen sicheren Ausgang garantieren müssen.

Haben TK Lebensmittel weniger Nährstoffe?

Eine Frage, die sich sicherlich jeder schon einmal gestellt hat, ist, ob in Tiefkühlkost denn überhaupt noch wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sind oder ob die Kälte zum Beispiel alle enthaltenen Vitamine aus eingefrorenem Obst und Gemüse vernichtet hat. Ein Großteil der Bevölkerung nimmt an, dass TK Ware wesentlich ungesünder als frische Kost wäre, doch das stimmt nicht unbedingt. Vor allem bei Obst und Gemüse, welches direkt nach der Ernte tiefgefroren wird, werden die Nährstoffe hervorragend konserviert. Frisches Obst aus dem Regal des Supermarktes hingegen hat meist schon einen langen Transportweg hinter sich, wodurch ein wesentlicher Teil der Inhaltsstoffe bereits verloren gegangen sein kann. Tiefkühlkost kann also durchaus sogar nährstoffreicher sein als frische Ware und ist definitiv gesund.

Etwas anders sieht die Sache allerdings bei Fertiggerichten aus der Kühltruhe aus. Dabei handelt es sich um kreierte Gerichte, die mit allerlei Konservierungsstoffen, Farb- und Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und Emulgatoren versetzt werden, da die einzelnen Komponenten des Gerichtes alle zur selben Zeit verzehrfertig sein müssen, obwohl es sich dabei um sehr unterschiedliche Nahrungsmittel handelt. Häufig sind tiefgekühlte Gerichte, wie beispielsweise Pizza, auch sehr salzhaltig, so dass schnell der empfohlene Tagesbedarf an Salz überschritten wird.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wie werden TK Lebensmittel transportiert?

Tiefgekühlte Nahrungsmittel müssen entsprechend gekennzeichnet und während eines Transports ununterbrochen bei unter -18°C gehalten werden, lediglich für Ladevorgänge ist eine Schwankung von unter 3°C kurzzeitig gestattet. Verantwortlich hierfür ist die sogenannte Kühlkette, die einige gesetzliche Regelungen und Vorschriften zu berücksichtigen hat. So muss zum Beispiel die Temperatur während der Herstellung, der Lagerung und des Transports der Ware lückenlos kontrolliert und aufgezeichnet werden. Dazu bedient man sich spezieller Aufzeichnungsgeräte, die für die entsprechenden Beförderungsmittel zugelassen sind und mindestens einmal jährlich kontrolliert werden müssen.

Die Temperatur muss auch direkt am Produkt gemessen werden, eine einfache Überwachung der Lagertemperatur ist unzureichend. Grenzüberschreitende Transportfahrzeuge sind zudem nach dem ATP-Abkommen für internationale Beförderungen leicht verderblicher Lebensmittel geprüft und zugelassen. Ist die Kühlkette einmal unterbrochen, können sich schädliche Bakterien, Keime und Salmonellen wesentlich schneller vermehren und die Tiefkühlware somit ungenießbar werden lassen.

Beim Transport vor allem in der näheren Umgebung kommen heute auch immer mehr Elektro Nutzfahrzeuge zum Einsatz. Diese werden zu diesem Zwecke speziell umgerüstet und mit zusätzlichen Batteriepaketen als Energiequelle für die Kühlung ausgestattet, um eine konstante Temperatur aufrechtzuerhalten und um die Reichweite des Fahrzeugs nicht zu verringern.

So haben auch klimabewusste Privatpersonen die Möglichkeit, ihre Lebensmittel online zu bestellen und sie sich ohne Qualitätsverlust bequem nachhause liefern zu lassen. Aber auch über den Postweg ist es heutzutage möglich, sich Tiefkühlware liefern zu lassen, mit Hilfe speziell isolierter Boxen und Express Versand. Üblicherweise wird die permanente Kühlung durch die Verwendung von Trockeneis erzielt, welches entweder als Scheiben, Pellets oder Blocks, meist in Papiertüten verpackt, in die Box gegeben wird und von der Menge her an den Inhalt angepasst ist. Trockeneis hat den Vorteil, dass es die Kühlung lange aufrecht erhält und rückstandslos verdampft. Wichtig ist bei der online Bestellung, dass das Paket bei der Lieferung persönlich empfangen und der Inhalt schnellstmöglich in die Kühltruhe umgelagert wird.

Tiefkühlkost selbst transportieren

Möchten Sie tiefgekühlte Speisen auf dem Nachhauseweg schonend lagern, bringen Sie sie am besten in einer Kühlbox oder Kühltasche unter, zusätzlich empfiehlt sich die Verwendung einiger Kühlakkus. Haben Sie kein geeignetes Behältnis zur Verfügung, können Sie die Ware auch in Zeitungspapier einwickeln. Legen Sie die TK Nahrung vor allem im Sommer erst am Ende Ihres Einkaufs in den Warenkorb und vermeiden Sie es, sie im vom Innenraum des Fahrzeugs abgetrennten Kofferraum unterzubringen, da dieser nicht von der Klimaanlage gekühlt wird. Daheim angekommen sollte die Tiefkühlkost schnellstens wieder ins Kühlfach oder die Kühltruhe gepackt werden, um die Ausbreitung gesundheitsschädlicher Mikroorganismen zu verhindern und die Haltbarkeit der Speisen nicht zu verringern.

Fazit

Das schnelle Einfrieren von Lebensmitteln, vor allem von Obst und Gemüse, ist hervorragend dazu geeignet, wichtige gesunde Nährstoffe zu konservieren, da diese durch die Kälte keinen Schaden nehmen. Im Gegensatz zur nicht eingefrorenen Nahrung aus dem Regal des Supermarkts, die durch die Dauer des Transports möglicherweise viele ihrer Vitamine und anderen Inhaltsstoffe eingebüßt hat, sind TK Produkte wesentlich länger haltbar, wenn die Lagerungsbedingungen eingehalten werden. Sie können also unbesorgt zu Tiefkühlkost greifen, ohne die Befürchtung, dass Sie auf wertvolle Inhaltsstoffe verzichten müssen. Wenn Sie sich also beispielsweise einen Obstvorrat für den Winter anlegen möchten, sind tiefgekühlte Früchte eine sehr gute Wahl, um sich über die kalte Jahreszeit hinweg weiterhin gesund und lecker ernähren zu können.